142017Apr
Ein Jahr fairMATCHING –  was wir erlebt haben und warum wir crowdfunden

Ein Jahr fairMATCHING – was wir erlebt haben und warum wir crowdfunden

Vor einem Jahr haben wir, vier Einzelunternehmer, die sich im Coworking Salzburg ein Büro teilen, uns entschlossen in der Flüchtlingsthematik positiv aktiv zu werden. Die Idee war durch den Verein fairMATCHING Arbeit suchende Flüchtlinge zu betreuen und begleiten und somit den „Integrationsmotor Arbeit“ nachhaltig zum Laufen zu bringen.

Bei einem Kick-off Event im Mai 2016 bei dem Salzburger Unternehmen und Geflüchtete teilnahmen, begann die spannende Reise…

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Was haben wir im letzten Jahr erlebt, gelernt und erkannt?

Die Idee war von Anfang an smarte Formate für die Betreuung zu entwickeln. Diese sollten flexibel genug sein um durch ein andauerndes Learning auch laufend verändert bzw. optimiert zu werden.
Da Individualität und der Zugang auf Augenhöhe immer im Vordergrund steht, haben sich sehr schöne und tiefe Beziehungen zu Bewerbern und auch zu Unternehmen entwickelt.
Zudem konnten wir uns einen Überblick aller Möglichkeiten und bürokratischen Schritte/ Hürden schaffen und ein kooperatives Netzwerk aufbauen.
Und somit rund 20 Bewerber zu fairen Arbeits- und Ausbildungsverhältnissen verhelfen, die teilweise schon einige Monate anhalten und zu wahnsinnigen Entwicklungen geführt haben!

Durch die Betreuung einiger Bewerber über einen längeren Zeitraum haben wir auch einen Einblick in die Maßnahmen am Arbeits-(vermittlungs) markt bekommen. Kurz gesagt wird Menschen die nicht aus unserem Land kommen – egal welche Bildung oder Erfahrung sie haben – sehr wenig zugetraut. Viele der Geflüchteten die nach Österreich kommen beherrschen ein Handwerk oder andere Kompetenzen, haben klare Ziele und WOLLEN arbeiten. Trotzdem bekommen sie keine Chance… und warum? Weil Unternehmen zu diesem Thema zu wenig aufgeklärt und betreut werden und die Ämter schlichtweg mit der Masse der Arbeit suchenden Flüchtlinge überfordert sind.

Und genau diese Erfahrungen und Erlebnisse sind ein klares Zeichen dafür, dass fairMATCHING weiter gehen muss! Denn wir bieten individuelle Betreuung auf einer vertrauensvollen Ebene und zwar für BEIDE SEITEN – Geflüchtete und Unternehmen.

Wieso Crowdfunding und wie funktioniert das?

Im letzten Jahr haben wir als Verein überwiegen ehrenamtlich gearbeitet. Man muss klar sagen, dass das viel Zeit und Energien kostet und den positiven Einfluss unserer Arbeit einschränkt.
Seit einigen Monaten versuchen wir daher finanzielle Unterstützung von Land, Stadt und anderen Institutionen zu bekommen. Da unsere Arbeit offensichtlich nicht klar für einen Fördertopf zugeteilt werden kann, haben wir außer Absagen bisher nichts bekommen.
Unsere letzte Chance ist also das Crowdfunding. Da wir überzeugt davon sind, dass es viele Menschen und Unternehmen gibt, die die Notwendigkeit und Sinnhafitgkeit unserer Arbeit sehen, hoffen wir auf eine (wenn auch kleine!) finanzielle Unterstützung eines jeden. Nur so kann fairMATCHING bestehen bleiben.

Auf der Plattform „indiegogo“ findet man unter dem link igg.me/at/fairmatching unsere Kampagne.
Die Höhe des Betrags kann jeder Unterstützer selbst festlegen und auch ob man nur eine Summe funden oder eines unserer Produkte (Perks) damit erwerben will.
In unserem Fall handelt es sich um ein flexibles Crowdfunding. Das heißt auch wenn wir die Zielsumme nicht erreichen, bekommt fairMATCHING den gefundeten Betrag und kann damit weiter aktiv sein.

Wir freuen uns wenn unsere Kampagne verbrietet und medial geteilt wird – vor allem freuen wir uns aber über finanzielle Unterstützung!

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