Die etwas andere Arbeitsvermittlung für Flüchtlinge:

Wir suchen einen anderen Zugang. Wir bemühen uns, auf Augenhöhe mit Menschen umzugehen und erleben, dass Wertschätzung viral ist. Auch die Praxisnähe ist wesentlich, es geht nicht um theoretische Korrektheit, sondern um kreatives Reagieren und die gleichzeitige Reflexion des eigenen Tuns bei der Suche nach Möglichkeiten und Lösungen für jene Menschen, die zu uns kommen.“ (Wolfgang Tonninger)

Eine Initiative von Kreativen und Coworkern

Die von Kreativen, Coaches und Coworkern gegründete Initiative fairMATCHING nutzt ihre guten Kontakte zur Salzburger Wirtschaft, um Arbeit suchende Flüchtlingen (mit positivem Asylbescheid)  und Unternehmen „auf Augenhöhe“ zusammen zu bringen. Dabei werden konkrete Angebote entwickelt und laufend verfeinert, die versuchen, sehr individuell auf die Fähigkeiten, Bedürfnisse, Perspektiven, kulturellen Hintergründe und Rahmenbedingungen der Arbeit suchenden Flüchtlinge einzugehen. Im Idealfall entstehen für Menschen mit Fluchthintergrund Arbeitsplätze. Und Unternehmen können das oft nicht wahrgenommene Potenzial dieser Gruppe nutzbar zu machen.

Formal haben wir unsere gemeinnützige Arbeitsvermittlung für Flüchtlinge seit März 2016 in einen Verein gegossen, um größtmögliche Transparenz bei der Verwendung aller Förder- und Spendengelder sicherzustellen.

Wie unsere Arbeitsvermittlung für Flüchtlinge funktioniert

Die Erfahrungen 2016 haben gezeigt, dass der Zugang der a) individuellen, und b) langfristig gedachten Begleitung bei der c) Arbeitssuche, die auf d) Augenhöhe und e) in beide Richtungen passiert, vor allem deswegen erfolgreich ist, weil f) in dieser konkreten Praxis die fairMATCHING-Stärken als Power-Netzwerker, Coaches und Kommunikationsexperten besonders gut zum Tragen kommen.
 
a. INDIVIDUELL und INKLUSIV:
Obwohl der Ansatz inklusiv ist (was Qualifikation und Alter betrifft), bestimmt die individuelle Herangehensweise von fairMATCHING oft die Zielgruppe. Das heißt in der Praxis, dass vor allem Personen begleitet werden, die ohne individuelle Herangehensweise kaum zu vermitteln sind. Dass da neben sogenannten „Problemfällen“ auch viele „High-Potenzials“ dabei sind, liegt in der Natur der Sache.
 
b. LANGFRISTIG und NACHHALTIG:
Das Ziel der Arbeit von fairMATCHING ist nicht die schnelle Jobfindung um jeden Preis, sondern eine Arbeitsvermittlung, die längerfristig erfolgversprechend ist. Dabei – so zeigt die Erfahrung – liegt die Qualität einer Arbeit vor allem darin, inwieweit sich die in Frage kommende Person darin auch kommunikativ und mit Sinnperspektive entwickeln bzw. kulturell integrieren kann.
 
c. MIT FOKUS ARBEITSVERMITTLUNG:
Aus den Erfahrungen von 2016 lernend und die existierenden Angebote im Umfeld des AMS berücksichtigend (FAB, JUST, AQUA, FIT, etc.), wird es 2017 noch entschiedener als bisher um die konkrete Arbeitsvermittlung gehen. Das heißt, dass die Zusammenarbeit mit Instituionen forciert werden soll, die Lehren und andere Ausbildungen anbieten. Das heißt aber nicht, dass Weiterbildungs-maßnahmen, die parallel zur Arbeit verfolgt werden, im Sinne der Nachhaltigkeit der Entwicklungsförderung, vernachlässigt werden. Diese Form der Weiterqualifizierung ist wesentlicher Bestandteil des bestehenden Mentoring-Programms.
 
d. AUF AUGENHÖHE:
Die Anfang des Jahres 2016 aufgestellte These, dass Wertschätzung viral ist, wurde durch die Arbeit im letzten Jahr eindrucksvoll bestätigt. Dazu ist nicht viel mehr zu sagen.

e. IN BEIDE RICHTUNGEN:
Die Stärke von fairMATCHING besteht unter anderem darin, dass auch die Bedarfe auf Unternehmensseite ernst genommen werden. Das ist wesentlich, weil der Erfolg der angestrebten Vermittlungstätigkeit auch davon abhängt, inwieweit Unternehmen/Unternehmer darauf vertrauen können, dass – im Sinne des MATCHING – die von fairMATCHING durchgeführte Bewerberselektion auch passt.
 
f. PRAXISNAHE:
Durch diesen „LEARNING by DOING“-Ansatz kann fairMATCHING bereits im ersten Jahr – von April 2016 bis Jänner 2017 – auf eine Erfolgsquote von mehr als 60% blicken. Konkret wurden in diesem Zeitraum 12 Personen aus einem Pool von 18 Personen vermittelt.