Wir wollen nur eines: FAIRness

Ich bin ein Mensch, der sehr viel Verständnis hat. Ein Mensch, der viele Dinge so akzeptiert, wie sie sind - weil man vieles leider nicht ändern kann. Was ich aber ganz sicher nicht akzeptieren kann und will, ist Ungerechtigkeit! 
Ungerecht ist, was die Menschen erleben, die zu fairMATCHING kommen. Und ungerecht ist auch, was wir als Verein oft zu hören bekommen…

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Immer wieder müssen wir uns rechtfertigen, ob unsere Arbeit denn wirklich notwendig ist, da es ja genügend Arbeitsvermittlungsmaßnahmen gibt. Oder ob dieses „kleine“ zusätzliche Feld, das wir abdecken, es wert ist, gefördert zu werden.

Zu uns kommen Menschen, die gezwungen sind von 340 Euro im Monat zu leben - wo es an jedem Tag, den sie ohne Arbeit verbringen, ums Überleben geht! 

Zu uns kommen Mütter, die seit Jahren von ihren Kindern getrennt sind und diese nur wieder sehen können, wenn sie Arbeit gefunden haben!

Zu uns kommen Menschen, die sich in ihrer Heimat durch Fleiß und Arbeit sehr viel aufgebaut haben, erfolgreich waren und bei uns in Kursen sitzen müssen, wo ihnen Grundrechnungsarten und Anstand beigebracht wird. 

Menschen, deren Bedürfnisse und Kompetenzen nicht ernst genommen werden und die nicht mit Respekt behandelt werden. Menschen, die leiden.

Und all diese Menschen werden bereits in den vermeintlich ausreichenden Arbeitsvermittlungs-Angeboten „betreut“. 

Wir haben in den letzten 1,5 Jahren knapp 30 Menschen mit Unternehmen zusammen gebracht, wo sie das bekommen, was jeder von uns verdient hat: Respekt, Hoffnung, Sicherheit.

Und die Geschichte eines jedes einzelnen ist schon Grund genug, warum unsere Arbeit notwendig ist!

Wir wollen keine Energie verschwenden, indem wir jammern oder unnötig diskutieren. Aber es soll auch gesagt sein, dass es uns und den Menschen, die wir betreuen, oft unnötig schwer gemacht wird. Und wir sehr viel Überzeugungsarbeit für etwas leisten, das eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Danke an alle, die uns FAIR behandeln,

Katrin